Der Hirte ist die Mitte des Weges und seine erste Stufe mit dem Aufstiegsritual.
Die wichtigste neue Fähigkeit heißt Hüten und klingt weit harmloser, als sie wirkt: Der Träger nimmt eine fremde Seele samt ihrer jenseitigen Eigenschaft oder verliehenen Kraft in sich auf — einschließlich Geistern und bösen Dämonen — und nutzt diese Kräfte selbst.
Die Magie von Fleisch und Blut vertieft sich, und die Schattenkontrolle wächst zum Gebieten über Schatten heran: Nun verfügt der Hirte unmittelbar über tiefe Schatten, die keinem Lebewesen gehören.
Die Wirkungsweise der Stufe klingt fast pastoral und ist gerade deshalb besonders doppeldeutig: Der Hirte ist sowohl Führer für Menschen als auch Anführer verirrter Seelen, die er nicht von der „Herde" abweichen lässt und die er den richtigen Weg führt. Bedenkt man, dass dieselben Seelen vom Träger auch verschlungen werden, ist der „richtige Weg" hier ein dehnbarer Begriff.
Das Aufstiegsritual ist so gestaltet, dass Seele und Körper zeitweise auseinandergehen:
die eigene Seele aus dem Körper herausziehen;
den seelenlosen Körper das Gebräu trinken lassen;
und die Seele zurückbringen, um den Aufstieg abzuschließen.